Gebrauchtfahrzeug verkaufen - so sichern Sie sich ab

Gebrauchtes Auto verkaufen

Eine immer attraktiver werdende Verkaufsmöglichkeit für ein Gebrauchtfahrzeug ist der Verkauf an eine Privatperson. Besonders das Internet stellt ein gutes Medium dar, um eine hohe Reichweite zu erzielen und die Zahl potentieller Abnehmer zu erhöhen. Auch beim Privatverkauf gibt es einige Fallen und Dinge die es zu beachten gilt. Mit unseren Tipps erfahren Sie, wie man sich beim Privatverkauf absichern kann.

Der Verkauf an eine Privatperson

Der Verkauf eines gebrauchten Fahrzeuges an eine Privatperson wird immer beliebter und birgt einige Vorteile. Grundsätzlich erzielen Sie einen höheren Verkaufserlös, als beim traditionellen Verkauf an einen Gebrauchtwagenhändler. Ein Tipp von uns: Setzen Sie den Ausgangspreis für die Verhandlung immer höher an. Wenn Interessenten den Kaufpreis runterhandeln möchten, sinkt dieser nicht unter Ihre Schmerzgrenze, wenn Sie diesen von Anfang an höher angesetzt haben. So ist der Verhandlungsspielraum beim Privatverkauf größer. Beim privaten Autoverkauf gibt es viele Optionen und Verkaufswege. Dadurch haben Sie eine Vielzahl an möglichen Abnehmern. Besonders durch das Inserieren auf Internet-Portalen erhöhen Sie die Reichweite Ihres Verkaufsangebotes. Im Vergleich zu Kleinanzeigen in der lokalen Presse ist ein Internet-Inserat überregional und in der Regel auch kostenlos für Sie. Zeitungsanzeigen sind je nach Größe der Annonce kostenpflichtig. Kleinere, günstige Kfz-Anzeigen lassen die Ausschreibung meist unattraktiver wirken. Zudem ist die Veröffentlichung des Inserats zeitlich begrenzt und endet mit der Neuauflage der Zeitung. Etwas altmodisch, jedoch auch effizient, kann ein Zettel mit der Aufschrift "Auto zu verkaufen" sein, welcher an der Frontscheibe des Fahrzeuges angebracht wird. Wenn Sie zu einem moderneren und auch meist erfolgreicheren Verkaufsweg greifen möchten, können Sie ganz einfach von zuhause aus ein Inserat auf einem Onlineportal erstellen. Einige Portale bieten an, für Sie einen Interessenten zu finden und den Verkauf selbstständig abzuwickeln. Das ist eine sehr mühelose und bequeme Verkaufsoption. Wenn Sie den Verkauf selbst in die Hand nehmen möchten, können Sie ganz einfach selbst inserieren. Ein Online-Inserat ist in der Regel kostenlos. Dabei sollten Sie darauf achten, den Zustand des Fahrzeuges exakt und wahrheitsgemäß darzustellen. Falschangaben und das Verbergen von Schäden können negative Folgen mit sich ziehen. Falls das Fahrzeug Mängel aufweist, sollten diese auf den Fotos ebenfalls gezeigt werden. Machen Sie die Fotos bestenfalls bei guten Lichtverhältnissen. Wenn Sie Ihren Wagen attraktiver darstellen, als dieser in Realität ist, kann das einen Interessenten beim Besichtigungstermin zurückschrecken. Einige Internetportale bieten Ihnen zusätzlich die Wertermittlung des Fahrzeuges an. Sie sollten sich jedoch nicht nur auf diese eine Kalkulation verlassen. Meist ermitteln Internetbörsen einen ungenauen Fahrzeugwert und berechnen wertrelevante Sonderausstattungsmerkmale nicht mit ein. Um eine gute Einschätzung über den Restwert Ihres Wagens zu bekommen, sollten Sie Ihren Wagen vor Ort bei einem Fachmann bewerten lassen. Eine weitere Möglichkeit zur Absicherung stellt ein Gebrauchtwagencheck dar. Für etwa 100 Euro können Sie diesen vom TÜV, ADAC oder Dekra durchführen lassen. Spätestens jetzt können Sie den Verkaufspreis für Ihr Fahrzeug angemessen und richtig ansetzen. 

Die Probefahrt

Oft sind die Minuten, in denen die Probefahrt stattfindet, entscheidend für den Kauf. Dabei kann der Fahrer ein Fahrgefühl für den Wagen entwickeln und sehen, ob dieses seinen Vorstellungen entspricht. Reinigen Sie das Fahrzeug vor der Fahrt von innen und außen, da der erste Eindruck ausschlaggebend für den Kauf sein kann. Des Weiteren muss Ihr Auto selbstverständlich straßentauglich, verkehrssicher und auch zugelassen sein. Falls Sie Ihren Wagen bereits abgemeldet haben, ist es Vorschrift, ein Kurzzeitkennzeichen zu besorgen. Dieses gilt fünf Tage lang und kostet im Durchschnitt 50 Euro. Damit keine weiteren Kosten anfallen, sollten Sie alle Probefahrten innerhalb dieser fünf Tage anbieten. Seit dem 01. April 2015 gibt es eine Einschränkung für die Anschaffung eines Kurzzeitkennzeichens. Für den Erwerb braucht man eine aktuelle HU-Platte. Zudem ist dieses nur mit einer gültigen Haftpflichtversicherung gültig. Um sich die Organisation eines Kurzzeitkennzeichens zu sparen, ist es sinnvoll, das Auto erst nach den Probefahrten abzumelden. Auf jeden Fall sollten Sie sich vor der Fahrt den Führerschein des Interessenten zeigen lassen und Name und Personalausweisnummer notieren. Zu guter Letzt ist es besonders wichtig, die Zulassungspapiere des Autos dem Käufer erst nach Vertragsabschluss auszuhändigen. So schützen Sie sich vor einem Diebstahl bei der Probefahrt. Ein weiteres Risiko ist, dass Sie bei einem Unfall während der Probefahrt auf den Kosten sitzenbleiben. Um dies zu verhindern, können Sie eine schriftliche Vereinbarung aufsetzen, die bestätigt, dass der Fahrer selbst für Schäden aufkommt, die während der Probefahrt entstehen. Um sich als Verkäufer abzusichern, können Sie bei der Fahrt als Beifahrer dabei sein. Lassen Sie den Interessenten nicht einfach drauflosfahren. Bei einer geplanten Strecke, mit außerstädtischen und auch schnelleren Streckenabschnitten, kann der Interessent ein noch viel besseres Fahrgefühl für das Auto bekommen.